Previous Lecture Complete and continue  

  Was macht Dich glücklich?

Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation steigt die Anzahl der Menschen mit Depressionen rasant. In 2015 waren laut der Studie 322 Millionen Menschen weltweit betroffen, 4,4 Prozent der Weltbevölkerung. Das sind gut 18 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. (Quelle: WHO 2017). Und wenn wir ihnen glauben wollen, steigen diese Zahlen in den nächsten Jahrzehnten genauso rasant weiter. Depressionen sind ein Teufelskreis, der sich oft unbemerkt einschleicht und aus dem man alleine kaum wieder heraus kommt. Die Gefühls- und Gedankenspirale, in der man sich irgendwann selbst gefangen hält, entzieht einem jede Lebensfreude und die Energie, sich selbst wieder heraus zu ziehen. Warum geraten immer mehr Menschen in diese Spirale? Aus meiner Sicht ist das vor Allem auf ein Merkmal aus unserer Zeit zurückzuführen: Wir können uns heute vor Allem entscheiden. Wir haben die freie Wahl. Abgesehen davon, dass wir die Verantwortung für die Konsequenzen für unser Verhalten aus den Augen verloren haben, haben wir leider auch verlernt, für uns die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Was auf der einen Seite eine unheimliche Freiheit und Entfaltungsmöglichkeit mit sich bringt, ist gleichzeitig auch eine Ursache für Stress, Belastung, das Gefühl von Versagen und letztendlich Depressionen. Weil wir immer noch etwas anderes machen könnten, haben wir immer das Gefühl, das was wir jetzt gerade machen sei nicht genug. Oder der Partner, mit dem wir unser Leben leben, ist nicht der Richtige. Oder das Leben, das wir uns aufgebaut haben, macht uns doch nicht glücklich und wir stellen alles in Frage, was wir uns lange Zeit aufgebaut haben. Und fallen in eine Krise. Wenn wir uns im Hamsterrad des Lebens befinden, sehen wir vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Wir glauben, dass wir immer noch etwas anderes brauchen, mehr oder besser, oder auch nur anders. Wir vergleichen uns mit anderen, im Schlimmsten Fall mit Geschichten und Bildern aus den Medien, um etwas zu erfüllen, was wir glauben sein zu wollen oder erreichen zu müssen, um glücklich zu sein. Wir sind immer nur im Außen. Wir vergleichen uns, wollen uns selbst durch Materielles aufwerten. Und vergessen dabei, nach innen zu schauen, uns zu fragen, was uns eigentlich wirklich glücklich macht.

Die Langzeitstudien The Glueck Study and The Grant Study beschäftigten sich 75 Jahre lange mit der Frage, was den Menschen wirklich glücklich macht. Das Ergebnis ist deutlich, aus meiner Sicht aber nicht überraschend: Nicht Geld, Erfolg oder körperliche Gesundheit sind entscheidend. Wichtig sind vor Allem Liebe und einen Lebensweg zu finden, der Liebe nicht vertreibt.

Die große Frage ist also: Wie finde ich die Liebe und den Lebensweg, der die Liebe nicht vertreibt? Ich habe mich auf die Suche gemacht. Habe Psychologie studiert, eine Ausbildung zur systemischen Familien und Paartherapeutin gemacht, bin viel gereist, insbesondere auch in Länder, die für uns Westler oft als Vorbilder gelten, wenn es um Glück geht wie Bali, Cambodia, Thailand, Nepal, Indien und Hawaii. Ich habe mich mit den Kulturen und Religionen auseinandergesetzt, eine Yin Yoga - und eine Meditationslehrer Ausbildung gemacht und befinde mich bis heute im Studium der Medialität und Spiritualität am Arthur Findley College in Stansted.

Vor Allem aber habe ich mich zehn Jahre lang selbst studiert. Auf dem Weg habe ich mich sowohl mit meiner Gesundheit, meiner Ernährung, meiner Sexualität auseinandergesetzt, aber auch mit der Frage, wo ich leben, wie ich wohnen, was ich arbeiten will, wann ich erfüllt bin. Welche Menschen ich gerne um mich herum habe, was mich inspiriert und woran ich immer wieder wachse. Was ich brauche, um glücklich zu sein. Immer wieder stelle ich mir die Frage, wer ich bin. Was mich ausmacht, was mich glücklich macht und zum Strahlen bringt. Wann ich in meiner Kraft bin und meine Freude am liebsten mit Allen um mich herum teilen will. Auch wenn alle Erlebnisse und Erfahrungen ab der ersten Minute meines Lebens in meine Geschichte mit einfließen, sind die letzten zehn Jahre eine ganz besondere Zeit gewesen, mich selbst besser kennenzulernen.

Alles, was ich gelernt habe, alle meine Erfahrungen, meine Erkenntnisse, Inspirationen, Gelerntes aus Büchern und Kursen, und viele der Übungen, die mir auf dem Weg begegnet sind, fließen in LOVE YOURSELF MORE zusammen.

Meine Vision ist ganz einfach: Wenn es Dir gut geht, wirst Du auch dafür sorgen wollen, dass es anderen gut geht. Und wenn wir davon immer mehr werden, wird sich die Welt verändern. Ich glaube nämlich daran, dass es möglich ist, dass wir alle in Frieden gemeinsam auf diesem Planeten leben. Es ist genug für alle da, wir müssen nur wieder lernen, zu teilen und achtsam mit uns, allen anderen Lebewesen und der Natur umzugehen. Wir sind alle miteinander verbunden.

Wenn wir uns also selbst lieben, werden wir auch den Menschen um uns herum mit Liebe begegnen. Wenn unser eigenes Licht strahlt, werden wir andere inspirieren, nach ihrem eigenen Licht zu suchen. Wenn wir glücklich sind, werden wir unser Glück teilen wollen. Fangen wir also bei uns selbst an!

Die entscheidende Frage hierbei ist: Was macht Dich eigentlich glücklich? In unserem Alltag vergessen wir häufig, uns diese Frage zu stellen. Kannst Du sie hier und jetzt beantworten? Da sich bei den meisten von uns sehr schnell der Kopf einschaltet, habe ich eine Meditation vorbereitet, zu der ich Dich einlade, bevor Du aufschreibst, was Dich glücklich macht. Die Audiodatei findest Du im Online Programm. Suche Dir einen ruhigen Ort und eine Möglichkeit, Dich bequem hinzusetzen - im Schneidersitz oder auf den Knien auf den Boden oder auch aufrecht auf einen Stuhl.

Im Online Programm habe ich eine AUDIO Datei angelegt, die Du einfach abspielen kannst und damit der Anleitung für die Meditation folgen kannst. Du findest sie im Curriculum unter diesem Eintrag.

Meditation “Was macht Dich glücklich?”

Nimm eine bequeme Sitzhaltung ein - das kann auf dem Boden im Schneider - oder Meditationssitz, aber auch auf einem Stuhl sein. Schließe die Augen, atme ein paar Mal tief ein und aus und komme dann zu Deinem natürlichen Atem. Fokussiere mit Deinen Gedanken den Luftstrom, der durch Deinen Körper fließt. Durch die Nase ein, in die Lungen hinein, und dann leicht angewärmt durch die Nase wieder hinaus. Spüre, wie Du mit Deinen Füssen oder Deinen Beinen und den Sitzhöckern mit der Erde verbunden bist. Spüre jetzt in Deinen Körper hinein. Wie fühlt sich Dein Körper heute an. Scanne Deinen Körper langsam Schritt für Schritt von Deinem Scheitel, über den Kopf, die Schultern, den Oberkörper, den Bauch, den Unterleib, die Beine bis in die Füsse einmal ab. Wie fühlt sich Dein Körper genau an? Wo ist es etwas schwerer, wo etwas verspannt, wo fühlt es sich gut an? Bleibe ein paar Minuten einfach bei Dir in diesem Gefühl. Lenke Deine Aufmerksamkeit jetzt auf die Frage: Was macht Dich glücklich? Wann hast Du Dich das letzte Mal so richtig wohl gefühlt? Halte den ersten Gedanken fest. Was war das für eine Situation, wie ist sie entstanden? Und dann spüre in Dich hinein: Wo in Deinem Körper spürst Du dieses Gefühl am stärksten? Wie fühlt sich das an, wenn Du vollkommen frei und glücklich bist? Bleibe noch einen Moment in diesem Gefühl und lass es auf Dich wirken. Fokussiere dann wieder auf Deinen Atem, lass ihn tiefer werden. Komm mit Deiner Aufmerksamkeit wieder in dem Raum an, in dem Du sitzt. Spüre noch einmal den Boden unter Dir. Wenn Du soweit bist, öffne Deine Augen.

Nimm Dein Schreibheft zur Hand und mache Dir Notizen. Was ist Dir während der Meditation eingefallen? Wie hat sich Dein Körper angefühlt? Wo hast Du das Glück gefühlt? Was für Bilder hattest Du im Kopf? Schreib alles ein, was Dir dazu noch einfällt.